WIR,

André und Sönke,

haben während des Studiums eine Leidenschaft für klassische Rennräder entwickelt, die bis heute anhält.

Nicht nur die Schönheit der filigranen und gleichzeitig stabilen Stahlrahmen hat es uns angetan, auch die robuste Technik von detailverliebten Anbauteilen bestätigt, heute ist nicht alles besser.

Während mittlerweile leider schon so mancher Klassiker dem Singlespeed und Fixie Trend zum Opfer gefallen ist, versuchen wir, den Originalzustand immer so gut wie möglich wieder herzustellen – eine Aufgabe, die sich nicht immer als ganz einfach herausstellt. 

Der weite Weg zum friesenfiets

Schritt 1

Zerlegen

Um den Zustand des Rahmens

und der Anbauteile sorgfältig auf Schäden und Verschleiß prüfen zu können, muss jedes Rad im ersten Schritt komplett zerlegt werden.

 

Neben einer Menge Spezialwerkzeug bedarf es hierzu oftmals auch viel Geduld … und manchmal auch etwas Gewalt. Wer schon mal mit einer festen Sattelstütze gekämpft hat, weiß wovon wir reden. 

Schritt 2

Putzen & Polieren

Nachdem der Rahmen gründlich auf Dellen, Risse und Stauchungen geprüft wurde und auch Ausfallenden und Schaltauge keinen Auffälligkeiten aufweisen, geht es an unsere Lieblingsaufgabe: Putzen

 

Weiße Rahmen, verfette Schaltröhrchen oder altes Lenkerband abfummeln – wir sind uns noch nicht einig, was am meisten Spaß macht. 

Schritt 3

Fetten

Als erstes geht es ans Steuerkopflager. Beschädigte Kugeln tauschen wir aus, bei defekten Schalen wird nach passendem Ersatz gesucht.

Beim Innenlager findet aufgrund verschlissener Achsen fast immer ein Austausch statt.

Im nächszen Schritt gucken wir uns die Naben der Laufräder an. Auch hier gilt: Alte Kugeln kommen weg. Bei defekten Schalen oder Achsen geht die nächste Suche los… 

 

Schritt 4

Zentrieren

Jeder kennt sie, die „Acht“ im Hinterrad.

Die Laufräder haben nach vielen tausend Kilometern den wahrscheinlich härtesten Weg hinter sich.

Um die Felge auf Unversehrtheit prüfen zu können, wird mit einem Tensiometer die Spannung der einzelnen Speichen ermittelt. Ist alles in einem vertretbaren Rahmen, werden im Zentrierständer Höhen –und Seitenschläge entfernt.

 

Ist die Felge verzogen, ist der Ärger groß. Ersatz mit gleicher Nabe und gleicher Felge finden? Am besten noch mit gleichem Speichentyp? Ziemlich schwierig!

Oftmals bleibt uns deshalb nichts anderes übrig, als zur „Königsdisziplin“ überzugehen, dem Laufradbau . 

Schritt 5

Montage

 

Nachdem alle Lager wieder sauber laufen, kann die Montage der frisch gereinigten Anbauteile starten.

 

Wichtig hierbei: Fett!

„Fett schadet nur dort, wo es nicht hinkommt“ – alte Schlosser Weisheit. Gilt natürlich nicht überall, besonders Pedalgewinde, Sattelstütze und Vorbau sollten aber mit einem ordentlichen Schutzfilm überzogen sein. 

Schritt 6

Bremsen und Schaltung einstellen

Brems –und Schaltzüge werden bei uns ausnahmelos erneuert, genau wie die Außenhüllen.

Nur so können wir optimale Bremsleistung und saubere Schaltvorgänge garantieren

 

Ausgehärtet Bremsschuhe oder verschlissene Schaltröhrchen werden natürlich ebenfalls ersetzt. 

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Probefahrt


Egal wie genau wir das Rad am Montageständer einstellen, kommt erstmal Gewicht auf den Sattel, verhält sich das Rad anders.

 

Nach einem kurzen Zwischenstopp in unserer „Fotoecke“ geht es deshalb abschließend noch mal auf die Straße.